Hühnerhaltung gestern und heute

Wie kamen die Europäer zum Huhn?

Die Vorfahren unserer heutigen Haushuhnarten stammen aus Indien, China und einigen malaiischen Inseln. Die dort noch lebenden Dschungelhühner gelten als die Stammeltern aller Haushühner.


Das bekannteste ist das rebhuhnfarbige Bankivahuhn (Gallus gallus), auch Rotes Kammhuhn genannt.Es gehört zur Ordnung der Hühnervögel. Verschiedene Quellen belegen, dass es bereits vor 2500 bis 3000 Jahren als Haushuhn im asiatischen Raum gehalten wurde. Von Vorderasien aus gelangte es in die nördlichen Länder Asiens, nach Afrika und schließlich nach Europa.

 


Bankiva-Hühner


Das Huhn als Kulttier



Früher Kult-, heute überwiegend Nutztier: Hahn und Huhn (Foto: Ingensand)

 

Die alten Ägypter betrachteten den Hahn als Kulttier, da er frühmorgens mit seinem Schrei den Sonnengott pries. Die Römer deuteten aus dem Verhalten von Hühnern die Zukunft. Beliebt waren auch Hahnenkämpfe, die in manchen Regionen der Erde auch heute noch ein breites Publikum anziehen. Die Haltung von Hühnern als Fleischlieferanten erfolgte erst später. Etwa ab dem ersten Jahrhundert nach Christus nahm der Konsum an Geflügelfleisch merklich zu. Knochenfunde belegen, dass hauptsächlich Hühnerfleisch gegessen wurde.

Knochen von Gänsen oder Enten aus dieser Zeit finden sich nur spärlich. Unter den wohlhabenden Römern war es gute Sitte, den Verstorbenen Geflügelfleisch als Wegzehrung mit ins Grab zu legen.Die Römer brachten die Hühner in alle Provinzen ihres Reiches. In Deutschland kam der entscheidende Durchbruch in der Geflügelhaltung mit Karl dem Großen. Er ordnete um das Jahr 800 per Gesetz an, dass Bauern Hühner halten müssen.

 

 

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